Disappearance

Gradual Disappearance

 

Gradual Disappearance

Peter Stickland & Marc Melchert
London, 77 books, 2019

 

This  book is the second novel, by Peter Stickland, a writer from the UK, and Marc Melchert, a psychotherapist from Switzerland. Once again, they offer us a window into the stories and dreams that arise out of the therapy sessions of their characters, Alex and Stefan.

You are invited to share in the private reflections of these two men, getting close to their reveries, both conscious and unconscious, and learning about how they wrestle with the complex themes that arise during therapy.

They discover shared aspirations and conflicting philosophies. They invent provocative and precarious strategies to hide vulnerability. They distract each other from discovering hidden anxieties. Despite these tricks, it is their search for the truth, their generous friendship and their analytical insights that help them find some kind of path through the complexities that face them.

 

 

I am also worried that there will be no trace of me when I’m gone. When artists die, their objects, their art, keep their spirit alive.
For analysts, the analysing is over when they’re gone!

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This we all have and we often refer to it as a feeling of “emptiness.” I call it the void, as it is the interface between the two poles of a polarity. Nothing of either side exists in this vacuum, but both sides begin here. It is more accurate to say that they exist and do not exist – they are “neither this nor that” and yet they are “this as well as that,” simultaneously. It is barely possible to describe this strange place, but still we desire to be there and at the same time we fear it.
That is why I think we should circle around it – trying not to fall into it and trying not to get stuck between the polarities.

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I am reminded of the disagreement Alex and I had about the meaning of
the Taoist saying “wei wu wei.” 
He said it meant “effortless doing.”
 I said it meant “doing out of the right motive.” 
Now I have a new possibility: “keeping the right level and balance of our neurotransmitters.”

 


Deutsche Übersetzung der Beschreibung von Peter Stickland (Buchdeckel) und der Textbeispiele:

Dieses Buch ist der zweite Roman von Peter Stickland, einem Schriftsteller aus dem Vereinigten Königreich, und Marc Melchert, einem Psychotherapeuten aus der Schweiz. Sie bieten ein Fenster zu den Geschichten und Träumen, die in den Therapiesitzungen ihrer Figuren Alex und Stefan entstehen.

Sie sind eingeladen, an den privaten Überlegungen dieser beiden Männer teilzuhaben, an ihren bewussten und unbewussten Träumereien teilzuhaben und zu erfahren, wie sie mit den komplexen Themen ringen, die in der Therapie auftauchen.

Sie entdecken gemeinsame Sehnsüchte und widersprüchliche Philosophien. Sie erfinden provokante und prekäre Strategien, um ihre Verletzlichkeit zu verbergen. Sie lenken sich gegenseitig davon ab, verborgene Ängste zu entdecken. Trotz dieser Tricks ist es ihre Suche nach der Wahrheit, ihre grosszügige Freundschaft und ihre analytischen Einsichten, die ihnen helfen, eine Art Weg durch die Komplexität zu finden, mit der sie konfrontiert sind.

 

 

Ich bin besorgt, dass es nach meinem Tod keine Spur von mir geben wird. Wenn Künstler sterben, halten ihre Objekte, ihre Kunst, ihren Geist am Leben.
Für Analytiker ist das Analysieren vorbei, wenn sie nicht mehr da sind!

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Wir alle haben dieses Gefühl, das wir oft als “Leere” bezeichnen. Ich nennen es die Leere, denn es ist die Schnittstelle zwischen den zwei Polen einer Polarität. Nichts von einer der beiden Seiten existiert in diesem Vakuum, und gleichzeitig beginnen beide Seiten hier. Genauer gesagt: sie existieren und gleichzeitig existieren sie nicht – sie sind “weder noch“ und gleichzeitig “sowohl als auch”. Es ist kaum möglich, diesen seltsamen Ort zu beschreiben, wir wünschen dort zu sein und gleichzeitig fürchten wir uns davor. 
Deshalb denke ich, dass wir diesen Ort umkreisen sollten – ohne sich in der Leere zu verlieren, und ohne an der Polarität haften zu bleiben.

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Ich erinnere mich an die Meinungsverschiedenheit zwischen Alex und mir über die Bedeutung von dem taoistischen Spruch: 
“wei wu wei”.
Er sagte, es bedeute “müheloses Tun”.
Ich sagte, es bedeute “Handeln aus dem richtigen Motiv heraus”.
Jetzt habe ich eine neue Interpretation: “das richtige Gleichgewicht der Neurotransmitter.”

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